March 31, 2026

Keynote: Digitale Souveränität ist kein Label – sie ist eine Fähigkeit

Elmar Eperiesi-Beck zeigt, warum GDPR und Made in Germany allein keine digitale Souveränität begründen – und warum echte Kontrolle beim IAM beginnt.

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Digitale Souveränität ist eines der meistverwendeten – und zugleich am stärksten entkernten – Schlagworte der letzten Jahre. „Hosted in Europe", „GDPR compliant", „Trusted Cloud": Diese Labels werden als Beweis verkauft, während die realen technischen und organisatorischen Abhängigkeiten unverändert bestehen bleiben.

In dieser Keynote vertritt Elmar Eperiesi-Beck, CEO von Bare.ID, eine unbequeme These: Digitale Souveränität beginnt nicht bei Rechenzentren, sondern bei Identitäten. Wer seine Identitäten nicht kontrolliert, ist nicht souverän – egal, wie viele Zertifikate auf den Folien stehen.

Denn IAM ist längst kein nachgelagertes IT-Thema mehr. Moderne IAM-Systeme definieren, wer auf was zugreifen darf, unter welchen Bedingungen, über welche Plattformen – und auf Basis welcher externen Abhängigkeiten. Damit ist IAM das Machtzentrum der digitalen Organisation. Wer die Kontrolle darüber verliert – durch externe Identity Provider, proprietäre Zugriffsmodelle oder tief integrierte Plattformabhängigkeiten – verliert reale Steuerungsfähigkeit.

Der Vortrag zeigt, welche Denkfehler heute in Souveränitätsstrategien dominieren, warum viele IAM-Strategien Vendor Lock-in als Modernisierung verkaufen – und welche strategischen Leitplanken Organisationen setzen müssen, wenn sie digitale Souveränität ernst meinen.

Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Risikomanagement-Thema, ein Business-Continuity-Thema und zunehmend ein Wettbewerbsfaktor. Und sie ist kein Zustand, den man einmal erreicht – sondern eine Fähigkeit, die kontinuierlich gestaltet werden muss.

Themen der Keynote:

  • Von digitaler Souveränität zu digitaler Autonomie – ein notwendiger Perspektivwechsel
  • IAM als Machtzentrum der digitalen Organisation: weit mehr als SSO und Benutzerverwaltung
  • Warum Zertifizierungen, Standortargumente und Compliance-Checkboxen zu kurz greifen
  • Vendor Lock-in durch proprietäre APIs und Identitätsmodelle – und wie er entsteht, ohne dass es jemand explizit entschieden hat
  • Digitale Souveränität als Risikomanagement-, Business-Continuity- und Wettbewerbsthema
  • Konkrete strategische Leitplanken für CIOs, CISOs und Enterprise-Architekten

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